Sieben Jahre sind seit der Corona-„Pandemie“ vergangen. Es war eine katastrophale Zeit, die nicht nur unsere Gesundheit bedroht hat, sondern auch unser Vertrauen in den Staat und unsere Mitmenschen. Geimpfte haben die Ereignisse bereits verdrängt. Für sie geht das Leben weiter wie bisher – für Ungeimpfte nicht. Kritik an den Corona-Maßnahmen wird weiterhin mit Rechtsextremismus in Verbindung gebracht.
Antisemitisch und ungebildet
Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) hat einen neuen Bericht über rechtsextreme Fälle in Österreich veröffentlicht. Der wissenschaftliche Leiter des DÖW, Andreas Kranebitter, meinte dazu Folgendes:
„Antisemitismus korreliert, wird Sie nicht überraschen, sehr stark mit dem Verschwörungsdenken, etwa auch in Bezug auf die Corona-Pandemie und die Maßnahmen der Pandemiebekämpfung, auch mit der Bildung, also auch mit der Länge des Schulbesuchs.“
Da ich selbst Corona-Skeptiker bin, ärgert mich diese ständige Assoziation mit Rechtsextremismus. Ungebildet, antisemitisch und konspirativ – alles wird in einen Topf geworfen, und das schon seit dem Corona-Ausbruch.
(Un-)Gebildete Schwurbler?
Natürlich muss zuerst der Bildungsstand erwähnt werden. Wenn jemand eine Meinung vertritt, die einem nicht gefällt, dann ist er wohl zu dumm, um zu verstehen, worum es eigentlich geht. Seit Corona wird so jemand zum „Schwurbler“ deklariert. Laut den meisten Medien und dem Staat gehöre ich zu dieser Gruppe, genauso wie viele Ärzte und Wissenschaftler, die ebenfalls das offizielle Narrativ zur Pandemie hinterfragen. Und ich dachte, dass ich mit einer Matura und zwei Universitätsabschlüssen – einer davon in molekularer Genetik – als halbwegs intelligenter Mensch durchgehen würde. Offensichtlich lag ich falsch. Wie dumm von mir!
Bildung ist eben nicht alles, besonders nicht in Österreich. Schließlich braucht man nur einen Blick auf die Lebensläufe unserer Politiker zu werfen, um zu erkennen, dass viele von ihnen keinen Uni-Abschluss besitzen. Um eines klarzustellen: ich habe kein Problem mit kompetenten Politikern ohne Hochschulabschluss. Wenn man aber eine Verbindung zwischen Bildungsgrad, Rechtsextremismus und Schwurbeln zieht, dann erwarte ich, dass jeder, der in die Politik geht, eine anständige Bildung vorweisen kann. Warum gibt es in dieser Hinsicht keine Regelung?
Blindes Vertrauen in die Wissenschaft ist gefährlich
Meine Erfahrungen haben mich gelehrt, dass die Bildung einer Person in keiner Weise etwas über ihre tatsächliche Intelligenz aussagt. Akademische Titel an den Namen zu hängen, ist kein Beweis für Weisheit. Unser veraltetes Bildungssystem erzieht junge Menschen zu blindem Gehorsam. Kritisches, selbstständiges und kreatives Denken ist unerwünscht – in vielen Fällen wird es sogar bestraft. Einige Professoren, Lehrer und Forscher hassen es, wenn man ihr Wissen hinterfragt. Wissen, das sie brav und gehorsam auswendig gelernt haben, ohne es jemals selbst zu hinterfragen.
Diese unkritische Einstellung zur Wissenschaft führte in der Vergangenheit oft zu fatalen „Irrtümern“. So etwa in den 1920er- bis 1980er-Jahren, als behauptet wurde, Tabak und Rauchen seien in der Schwangerschaft harmlos oder hätten sogar Vorteile. Asbest wurde als sicheres Wundermaterial verkauft, nur um später festzustellen, dass es stark krebserregend ist. Der Contergan-Skandal, diverse Bleivergiftungen oder der Quecksilbergehalt in Lebensmitteln sind nur einige Beispiele dafür, dass Industrie und Wissenschaft nachweislich Daten manipuliert haben. All dies geschah auf Kosten der Gesundheit der Bevölkerung, insbesondere schwangerer Frauen. Wird die mRNA-Impfung diese Liste erweitern?
Querdenker bedrohen das System
Für das System sind kritisch denkende Menschen brandgefährlich. Das ist einer der Gründe, warum Medien und Politiker den Terminus „Querdenker“ zur Diffamierung der Corona-Skeptiker gewählt haben. Querdenker sind Personen, die unkonventionell handeln und denken. Unkonventionell bedeutet für das System unkontrollierbar und unvorhersehbar. Bereits vor der Pandemie wurden solche Personen nicht gerne gesehen. Und wie uns die Geschichte des Landes gelehrt hat, sind Österreicher eher Mitläufer als Rebellen.
Querdenker waren die ersten, die das offizielle Pandemie-Narrativ hinterfragt haben. Sie waren es, die an den absurden Gesetzen und Handlungen des Staates zweifelten. Corona-Kritiker mit dem rechtsradikalen Lager zu assoziieren, dient dazu, ihre Glaubwürdigkeit zu untergraben. Jeder, der vom Willen der Herrschenden abweicht – sei es im Denken oder Handeln –, wird als Extremist klassifiziert. Der Mensch muss dem System gehorchen, auch wenn das seinen eigenen Untergang bedeutet. Und mit jedem Tag, der vergeht, kommen wir diesem Untergang etwas näher.
